I’m Not a Blonde mit neuem Musikvideo

I'm Not a Blonde Musik aus Mailand

Das Duo I’m Not a Blonde veröffentlichte heute ihr neues Musikvideo für die aktuelle Single 1984. Bei diesem sehr intimen Stück der italienisch-amerikanischen Sänger geht es um die Suche nach der Identität und das eigene Queer sein.

1984 von I’m Not a Blonde ist nach Circles ein weiteres Highlight, das einen Vorgeschmack auf die EP Welcome Shadows liefern soll, die für den 10. Dezember 2021 angekündigt ist.

Wer ist I’m Not a Blonde eigentlich

Das Duo besteht aus den Sängern Chiara Castello und Camilla Benedini und kommt aus Mailand (Italien). Zwei alternative Musikerinnen, die in ihren Songs auch immer wieder Möglichkeiten und Auswege aufzeigen. Sie sie wollen sich nicht mehr verstecken, dass wird nicht nur in dem Musikstück 1984 deutlich.

Das Musik Duo mischt ihren ganz eigenen Synthie Pop mit kunstvollen Strukturen und setzt dabei auf eine entspannte und zugleich spannende Zurückhaltung. Chiara Castello und Camilla Benedini schreiben ihre eigenen Electro-Art-Pop Songs. Das Pop-Duo lässt sich dabei von vielen Einflüssen inspirieren: 80er (Beats, Synthesizer), 90er (Brit-Punk-Gitarren) und schafft es, mit ihren Musikwerken eine ganz eigene, sehr melodische Welt zu erschaffen.

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Das Duo kombiniert sich in jeglicher Hinsicht, vermutlich sind die Gegensätze auch das Erfolgsgeheimnis von I’m Not a Blonde. So bevorzugt Camilla Benedini den klaren und schlichten Stil, sie ist Architektin. Ihre Mitstreiterin Chiara Castello hat Kunst studiert, für sie sind Chaos und Lärm eine wichtige Lebensessenz. Beide könnten unterschiedlicher also nicht sein und schaffen es dennoch immer wieder, ihre Charaktere in einen harmonischen Einklang miteinander zu bringen.

Bei Bühnenauftritten arbeiten sie gerne mit Loops und musikalischen Strukturen, die sich überlappen. So bildet der Gesang von I’m Not a Blonde mit Gitarren und Synths einen raumfüllenden Band-Sound.

Blick auf 1984

Das Stück 1984 von I’m Not a Blonde wird als stilistisch durchdacht beschrieben, ein Song, in dem sich I’m Not a Blonde voller Freiheiten und Klänge verewigt, ohne sich aber darin zu verlieren. Obwohl das Jahr 1984 längst vorbei ist, schwelgen viele gerne in der Nostalgie. So auch die Musikband I’m Not a Blonde. Dabei ist das zugleich auch eine Anspielung an den Roman von George Orwell, der heute aktueller denn je ist. Denn heute, in der modernen Zeit erleben wir die Unterdrückung von Gefühlen, Redefreiheit und Zensur in großem Ausmaß, vor allem in den demokratisch geprägten EU-Ländern.

Der Protagonist in dem Musikstück 1984 stößt auf die Dunkelheit und den Akt der Verdrängung, wodurch die eigentlichen Gefühle verborgen werden müssen. Die Parallelen zu George Orwell 1984 sind nicht von der Hand zu weisen.  Doch dann kommt der Zeitpunkt in dem Song, in dem die Gefühle so stark werden, dass es kein Zurück mehr gibt und herausbricht: „The warmth / The call / I surrender“ – und dann kommt die Liebe: „I feel the love“.

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Besonders beeindruckend ist der musikalische Mix mit perkussiver Gitarre und Electro-Beat, der einen punkigen Electro Pop entfaltet, dem sich der Zuhörer kaum entziehen kann.

Es geht aber auch um die eigene Identitätssuche, die in dem Lied sehr intim dargestellt ist. Das ständige Auseinandersetzen mit dem Queer sein wird häufig thematisiert. Es geht um Widrigkeiten und darum, sich nicht einer gesellschaftlichen, destruktiven Norm zu unterwerfen.

Die Regisseurin Antonietta Dicorato sagte zu 1984:

„‚1984‘ talks about shadows and light, about how intimately we can feel in the dark and about how intense and explosive it is to shed light on those dark corners. It talks about doubt and fear and about what can happen when you decide to let go and „surrender“..
When Chiara and Camilla asked me to work on the video for this song, I immediately thought about the importance of the use of light in the scenes and that this would have been the key in describing the music and feelings at best: At first hiding and revealing their figures, alternating impulses of light and pitch dark until the moment comes when they „surrender“ and let themselves be overwhelmed by the light and colors; At that point they finally become the main characters and creators of their own images that instantaneously duplicate and are reproduced in loop on the screen in the back.“

Vom Musikmagazin Ton An übersetzt:

„1984 handelt von Schatten und Licht, davon, wie intim wir uns im Dunkeln fühlen können, und davon, wie intensiv und explosiv es ist, Licht in diese dunklen Ecken zu bringen. Es geht um Zweifel und Angst und darum, was passieren kann, wenn man sich entscheidet, loszulassen und sich zu ergeben.

Als Chiara und Camilla mich baten, an dem Video für diesen Song zu arbeiten, dachte ich sofort daran, wie wichtig der Einsatz von Licht in den Szenen ist und dass dies der Schlüssel ist, um die Musik und die Gefühle am besten zu beschreiben: Zunächst verstecken und enthüllen sie ihre Figuren, wechseln sich mit Lichtimpulsen und pechschwarzer Dunkelheit ab, bis der Moment kommt, in dem sie „kapitulieren“ und sich vom Licht und den Farben überwältigen lassen; an diesem Punkt werden sie schließlich zu den Hauptfiguren und Schöpfern ihrer eigenen Bilder, die sich augenblicklich verdoppeln und in einer Schleife auf der Leinwand im Hintergrund wiedergegeben werden.“

EP Welcome Shadows

Die EP Welcome Shadows, die I’m Not a Blonde am 10.12.2021 veröffentlichen werden, enthält nachfolgend aufgeführte Musiksongs.

  • 1984
  • White Roses
  • Circles
  • Winter is Not Coming
  • Ghost

Die EP Welcome Shadows ist der erste Teil eines Projektes. Der zweite Teil This Is Light ist für Frühjahr 2022 terminiert.

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